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Mittwoch, 19. märz 2008

Dieselruß verringert Hirnfunktion

Das Einatmen von Dieselabgase beeinträchtigt die Hirnfunktion. Die Abgase lösen im menschlichen Denkorgan Stressreaktionen aus. Das haben niederländische Forscher der Zuyd University in Heerlen herausgefunden. Für ihre Tests ließ ein Team um Paul Borm einige Probanden Dieselabgase einatmeten. Anschließend wurden die Hirnströme mit einem Elektroenzephalografen gemessen, so die Forscher in dem Fachmagazin "Particle And Fibre Toxicology".

Die Konzentration der Abgase entsprach in etwa der an einer stark befahrenen Straße. Nach einer halben Stunde zeigte das Hirn der Probanden Reaktionen, wie sie auch unter Stress entstehen. In der Regel geht das mit einer Verschlechterung der Denkleistung einher. Der Effekt klang erst wieder ab, nachdem die Probanden den Versuchsraum verlassen hatten. Warum das Gehirn auf die Dieselabgase wie unter Stress reagiert, wissen die Forscher nicht genau. Sie vermuten aber, dass feinste Rußpartikel für den Effekt verantwortlich sind. Auch die dauerhaften Auswirkungen für Anwohner von stark befahrenen Straßen müssten noch genauer untersucht werden.

von Jane veröffentlicht in: Gesundheit & Wellness
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Mittwoch, 19. märz 2008

Aids bald geheilt?

Die Chancen auf den endgültigen Durchbruch in der Aidstherapie stehen angeblich so gut wie nie. Davon ist zumindest Hans Jäger, der Leiter der 12. Münchner Aids-Tage überzeugt. Zu Beginn der Tagung am 14. März sagte der Mediziner, dass es inzwischen neue Medikamentengruppen gebe, die erfolgsversprechend seien. Noch sei Heilung zwar Zukunftsmusik, aber es spreche viel dafür, dass es klappen könne, so der Internist.

So gibt es seit Beginn des Jahres erstmals eine komplette HIV-Therapie in einer einzigen Tablette. Durch die Kombination von drei Wirkstoffen ist es im Idealfall möglich, dass die Virusvermehrung unter die Nachweisgrenze sinkt. Zu Beginn der Pandemie bestand eine HIV-Therapie manchmal aus mehr als 20 Kapseln und Tabletten, die dreimal am Tag unter Berücksichtigung unterschiedlicher Nahrungsvorschriften eingenommen werden mussten.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) warnte angesichts der Behandlungserfolge vor einem Nachlassen der Prävention. Noch immer bleibe Safer Sex, also vor allem der Einsatz von Kondomen, die tragende Säule innerhalb der gesamten Aids-Präventionsstrategie, betonte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott in Köln.

von Jane veröffentlicht in: Gesundheit & Wellness
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Mittwoch, 19. märz 2008

TK bezahlt Impfung gegen Rotaviren

Rotaviren sind die häufigste Ursache von Magen-Darm-Infektionen bei Säuglingen. Inzwischen gibt es zwei Impfstoffe, die das in den allermeisten Fällen verhindern. Die Techniker Krankenkasse (TK) übernimmt ab sofort die Kosten für diese Schluckimpfung, die ab dem Alter von sechs Wochen möglich ist. Die Impfung besteht - je nach Impfstoff – aus zwei oder drei Einzeldosen und muss zwischen der 24. und der 26. Lebenswoche abgeschlossen werden, da die Impfstoffe nur bis zu diesem Alter zugelassen sind. Die Immunisierung soll zwei bis drei Jahre anhalten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Rotavirus-Impfung bisher zwar nicht in ihre Empfehlungsliste aufgenommen, sagt aber, dass Säuglinge, die zum Beispiel in Kindertagesstätten versorgt werden, von der Impfung profitieren könnten.

Professor Dr. med. Hannsjörg W. Seyberth, Experte bei der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, rät: "Eltern sollten sich in jedem Fall vom Kinderarzt beraten lassen, der die individuelle soziale und gesundheitliche Situation am besten beurteilen kann. Sie sollten Nutzen und Risiko abwägen und gemeinsam mit dem Arzt entscheiden, ob eine Impfung individuell sinnvoll ist." Zu den Nebenwirkungen, die von den beiden Herstellern als "sehr häufig" oder "häufig" klassifiziert werden, gehören zum Beispiel Durchfall, Erbrechen, Blähungen, Bauchschmerzen, Fieber oder Infektionen der oberen Atemwege.

Da die Rotavirus-Schluckimpfung noch keine reguläre Kassenleistung ist, kann sie in den Arztpraxen nicht über die Krankenversicherungskarte abgerechnet werden. Die Eltern bekommen ein Privatrezept für den Impfstoff, den sie in der Apotheke zunächst selbst bezahlen müssen. Die Kosten werden aber zusammen mit der Rechnung des Arztes von der TK in voller Höhe erstattet.

www.tk-online.de

von Jane veröffentlicht in: Gesundheit & Wellness
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