Aids bald geheilt?
Die Chancen auf den endgültigen Durchbruch in der Aidstherapie stehen angeblich so gut wie nie. Davon ist zumindest Hans Jäger, der Leiter der 12. Münchner
Aids-Tage überzeugt. Zu Beginn der Tagung am 14. März sagte der Mediziner, dass es inzwischen neue Medikamentengruppen gebe, die erfolgsversprechend seien. Noch sei Heilung zwar Zukunftsmusik,
aber es spreche viel dafür, dass es klappen könne, so der Internist.
So gibt es seit Beginn des Jahres erstmals eine komplette HIV-Therapie in einer einzigen Tablette. Durch die Kombination von drei Wirkstoffen ist es im Idealfall möglich, dass die Virusvermehrung
unter die Nachweisgrenze sinkt. Zu Beginn der Pandemie bestand eine HIV-Therapie manchmal aus mehr als 20 Kapseln und Tabletten, die dreimal am Tag unter Berücksichtigung unterschiedlicher
Nahrungsvorschriften eingenommen werden mussten.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) warnte angesichts der Behandlungserfolge vor einem Nachlassen der Prävention. Noch immer bleibe Safer Sex, also vor allem der Einsatz von
Kondomen, die tragende Säule innerhalb der gesamten Aids-Präventionsstrategie, betonte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott in Köln.
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