Vorsicht bei Nebenwirkungen
Durch die Nebenwirkungen von Medikamenten kommen mehr Menschen ums Leben, als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die schwedische Pharmakologin Anna Jönnsson von der
Universität in Linköping und ihre Kollegen durchgeführt haben. Die Wissenschaftlerin untersuchte mehr als 1500 Todesfälle in Schweden. Dabei sei sie auf eine überraschend große Zahl tödlicher
Arzneimittel-Nebenwirkungen gestoßen, schrieb sie in der renommierten Fachzeitschrift "Nature". Bei 49 Toten stellten die Forscher einen Zusammenhang mit Medikamentenwirkungen her. Die mit
Abstand häufigste tödliche Nebenwirkung waren dabei Blutungen, die nach der Einnahme blutverdünnender Medikamente auftraten.
Besonders für Krankenhaus-Patienten ist die Gefahr groß. Hier gehen etwa fünf Prozent aller Todesfälle auf ungewollte Nebenwirkungen durch Medikamente zurück. Amerikanische Forscher kamen in
einer vergleichbaren Studie auf ähnlichen Ergebnisse. In Zukunft müssten Ärzten die Patienten besser über die Gefahren möglicher Nebenwirkungen aufklären, fordern die Forscher.
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