Schlafwandeln durch Müdigkeit
Je müder ein Schlafwandler ist, um so aktiver wird er in der Nacht. Das haben Wissenschaftler der Universität Montreal in einer Studie herausgefunden. Dafür hatten Antonio Zadra und
seine Kollegen Probanden, bei denen sie den so genannten Somnambulismus, das Schlafwandler-Syndrom, vermuteten, 24 Stunden lang wach gehalten. Bei über 90 Prozent der Teilnehmer konnten die
Forscher dann schlafwandlerische Ereignisse hervorrufen, schrieben die Forscher in der Fachzeitschrift "Annals Of Neurology". Ohne Schlafentzug kam es nur bei 50 Prozent der Probanden zu
schlafwandlerischen Ereignissen.
Obwohl sich schlafwandelnde Personen häufig selbst verletzen oder sogar Straftaten begehen können, ist die genaue Diagnose von Somnambulismus sehr schwierig. Bisher gibt es keine genaue Methode
zur Erkennung der Schlafstörung. Die Forscher sind aber zuversichtlich, aufgrund ihrer Studienergebnisse bald eine bessere Diagnostik durchführen zu können.
von Jane
veröffentlicht in:
Gesundheit & Wellness
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