Lernen wie die Lords
Andere Länder, andere Sitten: Das mussten auch die beiden deutschen Schüler Andreas und Philip lernen. Seit 18 Monaten besuchen sie das britische Internat Ellesmere. Mitten in der idyllischen
grünen Landschaft Nordenglands wohnen die beiden Teenager nun in ehrwürdigen Gemäuern. Doch was von außen wie aus einem Harry-Potter-Film wirkt, hat mit Abenteuer-Romantik recht wenig zu tun.
Denn an einem englischen Internat geht es weit weniger tolerant zu als an deutschen Schulen. Jeden Morgen müssen Andreas und Philip zum Appell beim Hausmeister antreten. Dort wird überprüft, ob
die Schuluniform auch sauber ist und ordentlich sitzt. Abends gehen die Lichter um Punkt zehn Uhr aus. Dann sind die Deutschen genau wie alle anderen Schüler sowieso totmüde. Tagsüber wird nicht
nur gelernt, sondern sich auch viel bewegt. Neben sportlicher Betätigung auf dem Rugby-Feld steht auch militärischer Dienst auf dem Stundenplan. Hier werden die Schüler nicht nur gedrillt,
sondern auch an der Waffe ausgebildet. Keine leichte Zeit für die beiden Deutschen. Denn wer nicht spurt, der fliegt....
Ein Jahr weniger Schule als in Deutschland und der internationale Start in eine globalisierte Zukunft, damit werben die Internate. Rund tausend Jugendliche haben
ich bereits Richtung Großbritannien aufgemacht, um dort ihren Abschluss zu machen. Die Doku aus der Reihe "ZDF.reportage" hat zwei davon auf ihrem Weg an das Ellesmere College begleitet. Von den
zaghaften ersten Schritten in einer fremden Umgebung bis zu den entscheidenden Prüfungen, vor denen Andreas nun steht. Bei Philip sieht es dagegen düster aus. Auch wenn er längst Teil der
eingeschworenen Internats-Gemeinde ist, muss er besser werden, wenn er auf der Schule bleiben will.
"Lernen wie die Lords", 30.03., 18.30 Uhr; 3sat
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Philips Tutor erklärt ihm das erste Zeugnis mit britischer Höflichkeit: Die Noten könnten viel besser sein
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(Foto: Public Address)
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von Jane
veröffentlicht in:
Kino & TV
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