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Montag, 14. april 2008
In dem kleinen Provinznest Passaic betreibt der altmodische Mr. Fletcher (Danny Glover) eine kleine Videothek namens "Be Kind Rewind". Hier heißt es noch VHS statt DVD: Die wenigen Filme gibt es selbstverständlich nur auf Videokassetten. Als eines Tages sein Mitarbeiter Mike (Mos Def) den Laden hüten soll, kommt es zur Katastrophe: Denn Mikes trotteliger Freund Jerry (Jack Black) ist bei einer Protestaktion im örtlichen Atomkraftwerk magnetisch geworden. Nach seinem Besuch bei Mike sind plötzlich alle Kassetten gelöscht. Damit ist die Videothek eigentlich erledigt. Aber Jerry und Mike machen aus der Not eine Tugend und drehen die Filme einfach selbst nach. Also organisieren sie eine Videokamera und schlüpfen persönlich in die Hauptrollen. Dass ihre Versionen von "Ghostbusters", "RoboCop" oder "Miss Daisy und ihr Chauffeur" nicht ganz dem Original entsprechen, versteht sich von selbst. Doch wider Erwarten geraten ihre merkwürdigen Eigenproduktionen zum Verleih-Hit. Als schließlich immer mehr Leute nach immer neuen Filmen fragen, kommen Jerry und Mike sogar zu Star-Ruhm. Doch das ruft auch die echten Produktionsfirmen aus Hollywood auf den Plan, denen die Filme der beiden gar nicht gefallen. Schon bald drohen den Hobbyfilmern wahlweise mehrere Milliarden Dollar Schadensersatz oder einige tausend Jahre Gefängnis....

Dass sich mit Michel Gondry ausgerechnet ein Ausländer über das Walhalla der amerikanischen Filmindustrie lustig machen darf, verdankt der Franzose sicher seiner Ausnahmestellung in der Branche. Dass sein neuester Film aber weit mehr als nur eine zotige Komödie über Hollywood und seine Klassiker ist, unterstreicht einmal mehr die filmischen Qualitäten des Regisseurs. Denn obwohl die Story eigentlich alle Kriterien für eine aberwitzige Kommerz-Komödie bietet, schafft es Gondry doch, aus "Abgedreht" mehr herauszuholen. Der Film ist genauso gelungene Parodie wie bissige Satire und huldigende Hommage an das Kino. Anteil daran haben auch die Stars Jack Black, Rapper Mos Def, Danny Glover, Mia Farrow und Sigourney Weaver.

Übrigens hat sich Michel Gondry vor allem als Werbe- und Musikvideo-Filmer einen Namen gemacht. Seine musikalischen Visualisierungen in den Clips zu Daft Punks "Around The World" oder "The Hardest Button To Button" von den White Stripes sind bahnbrechend. Legendär sind auch die Clips für Björk oder die Chemical Brothers.

USA 2007 - Regie: Michel Gondry - Darsteller: Jack Black, Danny Glover, Mos Def, Mia Farrow, Melonie Diaz, Paul Dinello, Marcus Carl Franklin, Sigourney Weaver - FSK: ohne Altersbeschränkung, Verleih: Senator
von Jane veröffentlicht in: Kino & TV
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Freitag, 11. april 2008
Miley Cyrus gehört zu den größten Teenie-Stars Amerikas. In der Serie "Hannah Montana", die seit Ende 2007 auch auf Super RTL läuft, spielt die 15-Jährige die Schülerin Miley Stewart, die tagsüber ein normales Leben als Highschool-Teenager führt. Was jedoch nur ihre Familie und einige enge Freunde wissen: Miley führt ein Doppelleben. In Wirklichkeit ist sie die überaus erfolgreiche Sängerin Hannah Montana. Getarnt mit einer dunklen Lockenperücke erobert sie nachts weltweit die Bühnen und Herzen der Fans.

Schon von Anfang an war die Serie in den USA ein voller Erfolg. Inzwischen hatten etliche Stars, darunter Brooke Shields, Heather Locklear oder Dolly Parton einen Gastauftritt in der Disney Channel-Erfolgsserie. Nach einer Rolle in Tim Burtons "Big Fish" und einem kleinen Auftritt in "High School Musical 2" wurde Miley Cyrus so zum Superstar - nicht nur vor der Kamera sondern auch auf der Bühne. Kein Wunder, wurden ihr doch die musikalischen Gene schon in die Wiege gelegt. Ihr Vater ist der Countrysänger Billy Ray Cyrus, der auch in der Serie ihren Vater spielt. Inzwischen verkaufen sich nicht nur die DVDs von "Hannah Montana" besonders gut, sondern eben auch die beiden Soundtracks, auf denen Miley Cyrus zu hören ist. So könnte der Sitcom-Star zur nächsten Britney Spears werden.....

Für den Konzert-Film "Hannah Montana/Miley Cyrus - Best Of Both Worlds Concert" schlüpft Miley Cyrus auf der
Bühne sowohl in ihre Serienrolle Hannah Montana, spielt aber auch ihre eigenen Songs. In einer gekonnten Mischung aus Musik und Schauspiel hat sie Regisseur Bruce Hendricks bei dem Konzert mit einer speziellen 3D-Kamera beobachtet. So zeigt der Film nicht nur die perfekt gestylte Show auf der Bühne, sondern wirft auch einen Blick dahinter. Bei dem Konzert wird sie von der Teenie-Band Jonas Brothers begleitet, mit der sie ihre letzte Tour im vergangenen Jahr bestritt.

USA 2008 - Regie: Bruce Hendricks - Darsteller: (Mitwirkende) Miley Cyrus, Joe Jonas, Kevin Jonas - FSK: ohne Altersbeschränkung, Verleih: Disney
von Jane veröffentlicht in: Kino & TV
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Sonntag, 30. märz 2008
Der junge Lehrer Dan Dunne (Ryan Gosling) ist bei seinen Schülern beliebt. Die ungewöhnlichen Lehrmethoden in seinen Fächern Geschichte und Sport kommen gut an. Und das will etwas heißen. Denn in dem New Yorker Problemviertel, in dem Dunne unterrichtet, sind die überwiegend afroamerikanischen Schüler eher mit dem täglichen Überlebenskampf auf der Straße beschäftigt, als sich mit der Geschichte ihres Landes zu beschäftigen. Was die Schüler alle nicht ahnen: Auch ihrem Lehrer geht es so. Denn eigentlich ist die coole Sonnenbrille von Dan nur Fassade. Dahinter verbirgt sich ein Junkie, der das Ende jeder Schulstunde herbeisehnt, damit er sich auf der Toilette die nächste Dosis Crack reinziehen kann. Doch dann wird er eines Tages ausgerechnet von seiner Lieblingsschülerin Drey (Shareeka Epps) erwischt. Statt ihren Lehrer dem Direktor zu melden, kümmert sie sich um ihn. Denn auch Drey kennt die Drogenszene und arbeitet für einen Dealer gelegentlich als Drogenkurier. Auf diese Weise kommen sich Lehrer und Schülerin näher und schließen Freundschaft. Aber wie lange kann ihre Verbindung in der feindlichen Umgebung halten?

 
Der) zum Kraftakt
(Foto: Arsenal)
Nach dem Überraschungserfolg "Juno" kommt nun die nächste Independent-Perle über den großen Teich in die deutschen Kinos geschwappt. Allerdings begeisterte "Half Nelson" schon vor zwei Jahren die amerikanischen Kinofans sowie die Oscar-Juroren: Ryan Gosling war 2007 für die beste männliche Hauptrolle nominiert. Ihm ist es auch zu verdanken, dass bei seiner Figur sowohl der engagierte Lehrer als auch der drogenabhängige Junkie glaubhaft wirken. Auch Regie und Drehbuch überzeugen: Mit seinem angenehm langsamen Erzähltempo gelingt es Regisseur Ryan Fleck immer wieder, den Zuschauer auf eine falsche Fährte zu schicken.

USA 2006 - Regie: Ryan Fleck - Darsteller: Ryan Gosling, Shareeka Epps, Anthony Mackie, Monique Curnen, Karen Chilton, Jeff Lima, Tyra Kwao-Vovo, Rosemary Ledee, Tristan Wilds, Bryce Silver, Kaela C. Pabon, Stephanie Bast, FSK: ab 12 Jahren, Verleih: Arsenal


www.halfnelson.de
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Mittwoch, 26. märz 2008

Lernen wie die Lords

Andere Länder, andere Sitten: Das mussten auch die beiden deutschen Schüler Andreas und Philip lernen. Seit 18 Monaten besuchen sie das britische Internat Ellesmere. Mitten in der idyllischen grünen Landschaft Nordenglands wohnen die beiden Teenager nun in ehrwürdigen Gemäuern. Doch was von außen wie aus einem Harry-Potter-Film wirkt, hat mit Abenteuer-Romantik recht wenig zu tun. Denn an einem englischen Internat geht es weit weniger tolerant zu als an deutschen Schulen. Jeden Morgen müssen Andreas und Philip zum Appell beim Hausmeister antreten. Dort wird überprüft, ob die Schuluniform auch sauber ist und ordentlich sitzt. Abends gehen die Lichter um Punkt zehn Uhr aus. Dann sind die Deutschen genau wie alle anderen Schüler sowieso totmüde. Tagsüber wird nicht nur gelernt, sondern sich auch viel bewegt. Neben sportlicher Betätigung auf dem Rugby-Feld steht auch militärischer Dienst auf dem Stundenplan. Hier werden die Schüler nicht nur gedrillt, sondern auch an der Waffe ausgebildet. Keine leichte Zeit für die beiden Deutschen. Denn wer nicht spurt, der fliegt....

Ein Jahr weniger Schule als in Deutschland und der internationale Start in eine globalisierte Zukunft, damit werben die Internate. Rund tausend Jugendliche haben
ich bereits Richtung Großbritannien aufgemacht, um dort ihren Abschluss zu machen. Die Doku aus der Reihe "ZDF.reportage" hat zwei davon auf ihrem Weg an das Ellesmere College begleitet. Von den zaghaften ersten Schritten in einer fremden Umgebung bis zu den entscheidenden Prüfungen, vor denen Andreas nun steht. Bei Philip sieht es dagegen düster aus. Auch wenn er längst Teil der eingeschworenen Internats-Gemeinde ist, muss er besser werden, wenn er auf der Schule bleiben will.

"Lernen wie die Lords", 30.03., 18.30 Uhr;  3sat
 
Philips Tutor erklärt ihm das erste Zeugnis mit britischer Höflichkeit: Die Noten könnten viel besser sein
(Foto: Public Address)
von Jane veröffentlicht in: Kino & TV
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Dienstag, 25. märz 2008

Vielleicht, vielleicht auch nicht

(Definitely, Maybe)
Komödie - USA 2007
FSK: Ohne Altersbeschränkung - 112 Min. - Verleih: Universal
Start: 27.03.2008
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Vielleicht, vielleicht auch nicht

Mittdreißiger Will Hayes (Ryan Reynolds) vollzieht gerade die Scheidung, als seine zehnjährige Tochter Maya (Abigail Breslin) ihn Löcher in den Bauch über seine Vergangenheit fragt: 1992 zog er als Nachwuchspolitiker voller Ideale nach New York, um bei Clintons Wahlkampagne zu helfen. Drei Frauen kommen nun als Mayas Mutter in Betracht: Die anlehnungsbedürftige Emily (Elizabeth Banks), die langjährige Freundin April (Isla Fisher) und Journalistin Summer (Rachel Weisz).

Ein Daddy erzählt seinem Töchterchen das romantische Puzzle seines früheren Lebens, erfolglos bemüht, nicht jugendfreie Details darin auszusparen, was eine herzliche Komödie um drei gegen die Wand gefahrene Beziehungen und eine letzte Chance in Gang setzt.

von Jane veröffentlicht in: Kino & TV
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Donnerstag, 20. märz 2008
Karfreitag geht die Spielfilmoffensive gleich in die erste Runde, und Pro7 zeigt "Aviator" mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle als fliegender Visionär. Ebenfalls hoch in die Lüfte, will Sat1 und lässt mit „Ich Tarzan, du Jane“ die Lianen kreisen. RTL präsentiert "Harry Potter und der Stein der Weisen" und Freunde des französischen Films können getrost „Die fabelhafte Welt der Amelie“ auf VOX anschalten.

Am Samstag liefert Pro7 „Blackbeard-Piraten der Karibik“ und rasselt damit ordentlich mit den Säbeln. Kabel eins zeigt die x-te Wiederholung des SiFi-Klassikers „Strargate“, und auf RTL suchen Bohlen und Co. den nächsten angehenden Superstar, während auf VOX Jim Carrey mit sinnlosem Geplapper seine Fans erfreut und den „Dummschwätzer“ mimt.

Am Ostersonntag geht das Spektakel weiter und ihr habt die Wahl! Pro7 zeigt den Animationsfilm „Madagascar“ und dürfte damit für Jung und Alt gleichermaßen ein TV-Highlight ins Rennen schicken. RTL lässt mit King Kong den Affen aus dem Sack. Währenddessen zeigt Tele5 einen Spielfilmklassiker aus den 70er Jahren und bietet die „Flucht ins 23. Jahrhundert“ als alternativen Ausweg aus der Blockbuster-Flut der übrigen Sender.

Und schließlich endet das Feuerwerk an Blockbustern am Ostermontag mit „30 über Nacht“ (Pro7), und "Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman", die von RTL ins Leben gerufen wird. Wer es klassisch mag, der sollte sich „Die 10 Gebote“ auf Kabel eins nicht entgehen lassen.

Aber Vorsicht: Meine Mami hat immer gesagt, wer zu viel TV guckt bekommt 4-Eckige Augen! ;-)
von Tabea B. veröffentlicht in: Kino & TV
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